© RV Großheubach E. Wolf 2012 RV “All Heil” 1903 Großheubach Wilkommen auf unserer Website Vor 100 Jahren, am 27. Januar 1903, wurde durch eine Gruppe junger ­Männer der Grundstein zu unserem heutigen Verein gelegt. In dieser Zeit gab es in jeder größeren Gemeinde einen Radfahrerverein. Körperertüchtigung und Leibeserziehung waren damals die Gründe um die Jugend zu gewinnen. Im Jahre 1905 feierten wir das erste große Fest mit Fahnenweihe. Der RV Miltenberg war dabei unser Patenverein. Das Fahrrad stand damals noch in der Entwicklungsphase. Als radsportliche Betätigung gab es hauptsächlich das Korsofahren. Der erste Weltkrieg brachte den Verein von 1914 – 1921  zum Ruhen. Doch ­bereits am 7. Juli 1921 hauchten 20 sportbegeisterte Männer dem ruhende Verein wieder neues Leben ein. Es mussten personelle Umbesetzungen ­vorgenommen werden, denn der Krieg hatte auch die Vereinsmitglieder nicht ­verschont. In der Folgezeit etablierten sich viele Veranstaltungen wie Theateraufführungen und Vereinsbälle. Der traditionelle Faschingsball wurde bis 1996 beibehalten. 1928 beging man das 25jährige Stiftungsjubiläum. Das rege Vereinsleben ­animierte viele Freunde des Radsports unserem Verein beizutreten. Der 30. Geburtstag gab Anlass zur Feier der zweiten Fahnenweihe. 1937 musste der Verein wegen des zweiten Weltkrieges erneut seine Aktivität einstellen. Doch bereits 1949, die Zeiten waren noch sehr schlecht, gingen wieder unermüdliche Pioniere des Radsports ans Werk und stellten unter größten Schwierigkeiten den Verein auf gesunde Beine. Vor allem die Beschaffung vor Rädern war ein finanzieller Kraftakt. Der Erlös aus verschiedenen Veranstaltungen bildete daher den Grundstock für die Anschaffung der Räder. 1951 wurde die erste Reigenmannschaft aus Kunstradfahrern gebildet. Man trainierte 6er-Reigen sowie 6er-Gruppenfahren mit Untermann. Zöller-Scholl sowie Zöller-Herrmann fuhren Zweier-Kunstrad. Im gleichen Jahr trat man dem Main-Spessart-Odenwald-Bund bei. Vom 1. – 3. August 1953 zeigte sich der ganze Ort zum 50jährigen Jubiläumsfest in seinem schönsten Flaggenschmuck. Karl Zöller wurde zum Ehrenvorsitzenden und viele verdiente Mitglieder zu Ehrenmitgliedern ernannt. Zum ersten Mal veranstaltete man die Bundesmeisterschaften im MSO-Bund in den Disziplinen Langsamfahren, Radrennen und Kunstradfahren sowie Radball. Bei diesen Meisterschaften schlugen sich unsere Sportler prächtig. Erwin Dosch und Werner Bier machten das Radballspiel bei uns populär. Diese Mannschaft hat in 15jähriger Aktivität zahlreiche Erfolge erzielt. Durch das breite sportliche Angebot gewann der Verein viele neue Mitglieder. Auch gute Jugendmannschaften wuchsen heran. Unser Verein beteiligte sich auch am ­Korso-Fahren und konnte dabei zahlreiche Preise erringen. 1963 übernahm Ernst Dosch nicht nur die Leitung des Vereins, sondern er schaffte auch einen Neubeginn in der Abteilung Kunstradfahren, die er als Trainer ebenfalls betreute. Unter seiner Leitung wurde der RV Großheubach mit der Abteilung Kunstrad weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. Auch bei den Bundesmeisterschaften des MSO-Bundes präsentierten sich unsere Sportler erfolgreich. Ein wichtiger Meilenstein war 1965 mit dem Wechsel zum BLSV-BRV-BDR erreicht. Dadurch standen nun wesentlich mehr sportliche Möglichkeiten als bisher offen. Unsere Mitgliedsbeiträge betrugen ab 1966: Aktive DM 12,-, Jugendliche DM 6,-,­ Schüler DM 3,- und Damen DM 6,-. Das 60jährige Stiftungsfest wurde etwas verspä­tet zusammen mit dem Unterfränkischen Bezirksfest im Jahre 1966 nachgeholt und war sehr gut besucht. Im gleichen Jahr qualifizierten sich von den Abteilun­gen Kunstrad und Radball Sportler für die Bayerischen Meisterschaften in Augsburg. Das Straßenrennen "Rund um den Engelberg" fand ebenfalls 1966 erstmals statt. Die Hauptinitiatoren Ludwig Lebold und Ernst Dosch trugen dabei die Verantwortung für Planung, Organisation und finanzielle Absicherung dieser Veranstaltung. Bis 1980 folgten noch 15 weitere Rennen. Wegen der guten Organisation durften wir 1967 die Ausrichtung der Nordbaye­rischen und der Bayerischen Straßenmeisterschaften übernehmen. Im gleichen Jahr führte der RV Großheubach zusammen mit sechs weiteren Vereinen des Bezirks eine Hallenradsportveranstaltung durch, deren Erlös für den Bau des neuen Kindergartens in Großheubach gespendet wurde. Peter Reichert holte 1968 den ersten Bayerischen Meistertitel im Kunstradfah­ren in Großostheim. Die Eintragung als e.V. ins Vereinsregister erfolgte am 12.2.1970. Mit Heinz Kehl wurde der erste Jugendleiter gewählt. 1971 übernahm Berthold Kempf das Amt des Trainers in der Abteilung Radball. Er steckte viel Zeit und Kraft in seine Arbeit und die Erfolge konnten sich sehen lassen. Neben Ernst Dosch wurde 1972 Klara Zöller als Kunstrad-Trainerin verpflichtet. Dadurch konnten weitere Sportler in dieser trainingsintensiven Disziplin betreut werden und bei Wettkämpfen Meistertitel erringen. Zusätzlich zum Leistungssport hatte 1972 das Volksradfahren als Jedermann­-Veranstaltung Premiere. Bis heute gehört es zu den traditionellen Veranstaltun­gen unseres Vereins und wird jährlich im Juli organisiert. Als IVV-Volksradfahren wurde es fünf mal ausgetragen. Großheubach war am 17.3.1973 erfolgreicher Austragungsort für die Bezirks­meisterschaften, da vier Bezirksmeistertitel von unseren Sportlern geholt wer­den konnten. Im selben Jahr feierte man das 70jährige Bestehen. Höhepunkt des Programms waren Darbietungen der fünffachen Europameister Korn / Fries, sowie die Verleihung goldener und silbener Ehrennadeln an verdiente Mitglieder. 1974 brachte Inge Dosch neuen Schwung in die Jugendarbeit. Durch ihre vorbildliche Arbeit übernahm sie auch im Bezirk diesen Titel. Die Radballabteilung bestand bereits im November 1973 aus vier Mannschaften. Mit einer starken Riege von fünf Kunstradsportlern startete man 1974 beiden Deutschen Meisterschaften. 1976 gewann Susi Umscheid erstmals in der Vereinsgeschichte den Titel “Deutsche Schülermeisterin". Ihr Sieg wurde mit einem festlichen Empfang und großer Meisterschaftsfeier am 20.11.1976 gewürdigt. Die erfolgreiche Sportlerin konnte vorher bereits zahlreiche Titel auf Landesebene gewinnen. 1978 feierte man das 75jährige Bestehen unseres Vereins. Dabei wurden Ludwig Lebold und Ernst Dosch mit der Verdienstnadel des BLSV und BRV in Gold und Silber geehrt. Ludwig Lebold wurde zum Ehrenmitglied ernannt. 1979 war der RV Großheubach Ausrichter der Bayerischen Meisterschaften im Kunstradfahren. Da es in Großheubach keine geeignete Halle gab, musste nach ­Miltenberg ausgewichen werden. Neben der großen organisatorischen Arbeit konnten wir dabei aber auch viele sportliche Erfolge verzeichnen. 1982 beendeten Susi Umscheid und Harald Dosch ihre aktive Laufbahn als Kunstradsportler. Bei dem Ehrenabend waren die beiden Vize-Weltmeister Mergert / Korn aus Soden mit dabei. Unsere beiden Sportler blieben dem RV Großheubach als Trainer treu. Harald Dosch bis Ende 2002 und Susi Umscheid mit einer kurzen Unterbrechung bis 2004. Zahlreiche Ehrungen wurden bei der 80-Jahrfeier im November 1983 im Gemeinschaftshaus vergeben. Klaus-Peter Dosch errang bei den Deutschen Schülermeisterschaften im gleichen Jahr die Bronzemedaille. In der Folgezeit wurde reger Sportbetrieb in den Abteilungen Kunstrad und Radball geleistet. Volksradfahren, Wandern, Kameradschaftsabende, Radlerball und Grillfeste füllten den Terminplan. 1983 hatten wir mit über 900 Radlern beim Volksradfahren die mit Abstand höchste Beteiligung. Dies machte uns für das nächste Jahr nachdenklich. 1984 wurde deshalb kurz vor dem ­Volksradfahrtermin extra ein Schwein geschlachtet und als Spezialität gab es "Pellkartoffel mit Schwartenmagen". Beim Ehrenabend am 30.11.1985 beendete Klaus-Peter Dosch seine sportliche Laufbahn und Christina Johnsen wurde als Bayerische Meisterin geehrt. Der Ludwig-Lebold-Gedächtnispokal wird seit 1987 jährlich an verdiente Sportler oder Funktionäre verliehen. Anläßlich des Ehrenabends "85 Jahre RV Großheubach" wurden Wolfgang Johnsen und Berthold Kempf mit der Ehrennadel in Silber des Verbandes ausgezeichnet. Der Bezirkspokal-Endlauf 1991 war der letzte Auftritt für die erfolgreichen Kunstradfahrerinnen Christina Johnson und Silke Dosch. Beide holten für uns jeweils mehrere Bayerische Meister- und Vizemeistertitel. 1992 waren wir Ausrichter der Bayerischen Kunstrad-Meisterschaften. Die Veranstaltung musste in der Realschulturnhalle in Miltenberg abgehalten werden. Ihr Hallenboden stellte sich als zu weich heraus und so musste ein Boden aus Erlenbach geholt und in Miltenberg verlegt werden. 220 angereiste Sportler aus 31 Vereinen aus ganz Bayern konnten so ihre Wettkämpfe unte­r regulären Bedingungen bestreiten. Als einzige Sportlerin des RV Großheubach erreichte hierbei Kerstin Reinhardt einen 10. Rang. Ab 1993 wurde das Jugendzeltlager eingeführt, das jährlich kurz vor der Schulferien stattfindet. Hier ist unsere Jugend mit Jugendleitung für ein Wochenende unter sich. Möglich machten es unsere Vereinsmitglieder Herbert und Walter Lebold, die dankenswerterweise ihr Grundstück zur Verfügung stellten. Auf 90jähriges Bestehen konnte der RV Großheubach am 23.11.1993 zurückblicken. Vor dem Ehrenabend wurde der verstorbenen Mitglieder durch Kranzniederlegung auf dem Friedhof gedacht. Im Gemeinschaftshaus ehrte man anschließend 25- und 40-jährige Vereinsmitgliedschaft. Erwin und Ernst Dosch wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt und einige Mitglieder für besondere Verdienste ausgezeichnet. Am 24.11. wurde die neue Fahne durch Herrn Pfarrer Kraus geweiht. Sie war von Frau Hermine Franke aus Weilbach kostenlos nach dem Vorbild der alten Fahne gestickt worden. Der Verein musste nur die Materialkosten bezahlen. Am 16.2.1996 fand unser letzter Radlerball im Gemeinschaftshaus statt. 1998 griffen unsere jungen Talente Sabine und Ralf Herrmann sowie Christina und Ramona Mengler erstmals nach Meistertiteln. Im selben Jahr wurde auch das 25. Volksradfahren veranstaltet. Mit der Einweihung unserer neuen Dreifach-Sporthalle am 16.4.2000 ging ein langersehnter Wunsch des RV Großheubach in Erfüllung. Ob Radball- oder Kunstradwettkämpfe, wir können jetzt alle Meisterschaften auf Bezirks- und Landesebene austragen. Beim Volksradfahren im Jahr 2000 wurde erstmals eine Mountainbike-Tour "Rund um den Engelberg" angeboten. 31 Starter fuhren die 35 km lange Strecke mit 670 Höhenmetern Unterschied zwischen Start und Ziel. Im Dezember 2000 erfolgte die Gründung der neuen Abteilung Radrennsport, deren Abteilungsleiter bis heute Jürgen Henkel ist. In dieser kurzen Zeit wurden gute sportliche Erfolge ausgefahren. Die Aktiven in dieser Abteilung haben einen starken Zuwachs. Erstmals in der Vereinsgeschichte erkämpfte sich 2001 die Mannschaft Mark-Philipp Hübner und Alexander Mengler den Bayerischen Meistertitel im Radball der Schülerklasse B. Durch seinen beachtlichen 4. Rang im Finale der Deutschen Meisterschaften verpasste das Duo nur knapp einen Platz auf dem Siegertreppchen. 2002 wurde Sabine Herrmann Deutsche Meisterin im Kunstradfahren bei den Schülerinnen. 2003 holte sie sich den gleichen Titel bei den Juniorinnen. Zweimaliger Titelgewinn auf Bundesebene ist in der 100jährigen Vereinsgeschichte wirklich Spitze. Ihr Bruder Ralf gewann in diesem Jahr als Bayerischer Meister zunächst noch den Deutschen Vizemeistertitel und wurde - beim RV Großheubach bisher einmalig - kurz darauf sensationell Europäischer Vizemeister. Für ihre Leistungen wurden sie mit einem großen Empfang am Alten Rathaus sowie anschließendem Autokorso geehrt. Um die Ausrichtung der Bayerischen Meisterschaften im Radball und Radpolo für 2003 hatte sich der RV Großheubach beworben und den Zuschlag bekommen. Organisation und Durchführung bekamen von allen Seiten einhellig eine überaus positive Resonanz. Bei diesen Landesmeisterschaften, an denen sich insgesamt über 40 Mannschaften beteiligten, belegten Dominik Pfeifer und Florian Schenk in der Spielklasse Jugend vor heimischer Kulisse den 2. Platz. Mark-Philipp Hübner und sein Spielpartner Alexander Mengler holten sich bei den Schülern A als dritte ebenfalls einen Pokal. Diesem Team gelang es 2003, erneut das DM-Finale zu erreichen, wo sie wie schon als B-Schüler mit dem 4. Platz knapp an einem Pokal vorbeischrammten. Bereits mit dem Bayerischen Vizemeistertitel der Radrennfahrer konnte in diesem Jahr Daniel Henkel in der Schüler-Klasse U 11 aufwarten. Im September veranstaltete der RV anlässlich seiner 100-Jahr-Feier ein Bergzeitfahren, das erste Radrennen in Großheubach nach fast 25 Jahren Pause. Ein Führungswechsel an der Vereinsspitze stand zum Jahresbeginn 2004 an. Auf der Generalversammlung  gab Josef Müller auf eigenen Wunsch sein Amt als 1. Vorsitzender nach sechsjähriger Tätigkeit an Otto Hübner ab, Reiner Bauer übernahm die Stellung des 2. Vorsitzenden. Erneut Bayerische Jugend-Vizemeister im Radball wurden Dominik Pfeifer und Florian Schenk. Den größten Erfolg ihrer Karriere bescherte ihnen der 5. Platz im Finale der Deutschen Meisterschaften, an dem sie als einzige bayerische Mannschaft teilgenommen hatten. Bei den Kunstrad-Junioren sicherte sich auf Landesebene Ralf Herrmann abermals den Meistertitel, seine Schwester Sabine wurde Vizemeisterin. Beide konnten bei den Deutschen Meisterschaften den Vizetitel einfahren. Das Glanzlicht dieses Jahres setzte aber Sabine Herrmann: als frischgebackene Europameisterin im 1er Kunstfahren der Juniorinnen kehrte sie aus dem österreichischen Lustenau zurück und wurde am Alten Rathaus begeistert empfangen, bevor es im Autokorso durch die Heimatgemeinde ging. Bei einer Meisterschaftsfeier mit zahlreichen Festrednern und unterhaltsamen Showeinlagen wurde ihr Erfolg gebührend gewürdigt. Beim alljährlichen “Tag des Sports” , der Sportlerehrung des Landkreises wurde sie sogar zur Sportlerin des Jahres 2004 gewählt. Die Rennrad-Abteilung absolvierte während der Saison 2004 neben ihren Trainingseinheiten zahlreiche Renneinsätze in verschiedenen Altersklassen, wobei meist Platzierungen unter den ersten fünfzehn heraussprangen. Zum Saisonausklang bewies der Nachwuchs beim Ablegen des Deutschen Radsport Leistungsabzeichens noch einmal großen Ehrgeiz. Bei den Bayerischen Radball-Meisterschaften 2005 bedeutete der 3. Platz in der Jugendklasse von Mark-Phillip Hübner und Alexander Mengler leider den einzigen Podestplatz für den RV Großheubach. Aber in der Kunstrad-Riege wurde Sabine Herrmann bei den Juniorinnen zunächst Bayerische Meisterin, holte sich anschließend bei den Deutschen Meisterschaften den Vizetitel und verteidigte kurz darauf in Nufringen erfolgreich ihren Europameister-Titel. Am Alten Rathaus wurde sie von vielen Vereinsmitgliedern und Fans begeistert empfangen. Erster Vorsitzender Otto Hübner konnte in seiner kurzen Amtszeit bereits zum zweiten Mal diese Ehrung vornehmen. In seiner Laudatio würdigte er Sabines Leistung sowie die Einmaligkeit dieses doppelten Titelgewinns in der über 100-jährigen Vereinsgeschichte. Ein Autokorso geleitete sie anschließend zu ihrem Elternhaus, wo man noch lange weiterfeierte. Gewürdigt wurde dieser Titelgewinn auch noch durch  eine große Kunstradgala, bei der neben hochkarätigen Kunstraddarbietungen auch Sabines Meisterschafts-Kür noch einmal live zu bewundern waren. Die Rennradabteilung organisierte im Februar 2005 erstmalig ein Trainingslager auf Mallorca. Philipp Schenk wurde in der Klasse U11 erst Vizemeister bei den unterfränkischen Straßenmeisterschaften, wenig später auch Vizemeister bei den Bayerischen Straßenmeisterschaften. Zum Jahresende beendeten auch zwei erfolgreiche Aktive ihre sportliche Laufbahn, nämlich Kunstradfahrer Ralf Herrmann und Radballspieler Alexander Mengler. Die Rennradabteilung verselbständigte sich ab Januar 2006 unter dem Vorsitz von Jürgen Henkel als eigenständiger Verein „RSC Großheubach“. Philipp Schenk und Rene Zwissler holten bei den Landesmeisterschaften 2006 im Radball der Schülerklasse B den Titel, Dominik Pfeifer und Florian Schenk wurden bei den Junioren dritte. Im Kunstradfahren wurde Sabine Herrmann in der Juniorenklasse wie im Vorjahr Bayerische Meisterin, die Nachwuchsfahrerin Laura Bauer konnte sich bei den Schülerinnen C den Vizemeistertitel sichern. Wenig später musste Sabine Herrmann eine herbe Enttäuschung verkraften. Durch einen Sturz beim Kader-Lehrgang in Randersacker erlitt sie einen Kreuzbandabriss im linken Knie. Nachdem sie die harte EM-Qualifikation mit 30 Punkten Vorsprung gegenüber der starken deutschen Konkurrenz für sich entschieden hatte, musste sie nun ihre Teilnahme an den Europameisterschaften absagen. Damit fiel sie zunächst für die Deutschen Meisterschaften aus und konnte auch ihre 2004 und 2005 errungenen EM-Titel im 1er Kunstradfahren der Juniorinnen nicht mehr verteidigen. Das erfolgreiche Radball-Team Dominik Pfeifer und Florian Schenk beendete nach der Qualifikationsrunde zu den Deutschen Meisterschaften im Frühsommer auf gemeinsamen Wunsch seine sportliche Karriere. Auch Berthold Kempf, ein Urgestein des RV, zog sich mit der ablaufenden Saison 2006 von seiner Tätigkeit als Trainer zurück. Jahrzehntelang hatte er nicht nur junge Spieler erfolgreich ans Radballspiel herangeführt, ihnen mit schier unendlicher Geduld und Ausdauer technische Fertigkeiten und Spielzüge vermittelt, sondern auch viele ältere Teams bei zahlreichen Qualifikationsspielen, Meisterschaften und Pokalfinals mit überaus großem Engagement und “Herzblut” betreut. 2007 absolvierten die Aktiven Marco Breunig und Mark-Philipp Hübner eine Trainerausbildung, so dass das Radball-Training zusammen mit Daniel Döhner fortgesetzt werden konnte. Die B-Schüler Philipp Schenk und Rene Zwissler überzeugten bei den Bayerischen Meisterschaften mit dem 2. Platz , die Junioren Markus Ripberger und Etienne Wolf mit dem 3. Rang. Schenk / Zwissler gelang ferner die Final-Teilnahme an den Deutschen Schülermeisterschaften, wo sie mit einem respektablen 5. Platz abschnitten. Kurz darauf verabschiedete sich Rene Zwissler leider vom Radballsport. Mitte des Jahres gelang dem Team Marco Breunig und Mark-Philipp Hübner in der Elite-Klasse der Aufstieg in die Landesliga. 2007 wurde auch der Main-Cup ins Leben gerufen, ein Vergleichswettkampf zu Saisonbeginn zwischen je drei Radballmannschaften der Radsportbezirke Unterfranken Ost und West. Im Schülerbereich gewann Unterfranken West durch die RV-Mannschaft Marc Helmling und Philipp Schenk, bei den Junioren hatte Unterfranken Ost durch Sieger Heidingsfeld die Nase vorne. Trotz des noch fortdauernden Ausfalls von Sabine Herrmann fuhr die Kunstradriege auch 2007 tolle Erfolge ein. Vanessa Schreckenberg war 2007 Bayerische Meisterin bei den Juniorinnen, ebenso wie Laura Bauer bei den C-Schülerinnen. Jasmina Stapf sicherte sich bei den B-Schülerinnen durch Platz 3 ebenfalls einen Podestplatz. Mitte November verabschiedete im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Alten Rathaus der erste Vorsitzende Otto Hübner die zweimalige Europameisterin im 1er Kunstradfahren der Juniorinnen, Sabine Herrmann, die ihre Aktivenlaufbahn leider beendete. Nach sehr langer Verletzungspause kam nun das endgültige Aus in ihrer so erfolgreichen sportlichen Karriere. Im Oktober hatte der Radsportbezirk Unterfranken West die Deutschen Meisterschaften im Radball und Kunstradfahren der Elite in Elsenfeld ausgerichtet, wobei Abordnungen aller Bezirksvereine, so auch des RV, tatkräftige Unterstützung leisteten und einen reibungslosen Ablauf dieses Großereignisses gewährleisteten.